Die LEGO Gruppe wird bis 2026 einen erweiterten Rahmen für die Treibhausgasberichterstattung einführen.
• LEGO wird ab März 2026 Daten zu Treibhausgasemissionen in seinen jährlichen Nachhaltigkeitsbericht aufnehmen.
• Das Unternehmen führt eine überarbeitete, detailliertere Methodik ein, die die Bereiche 1, 2 und 3 abdeckt.
• Die historischen Emissionswerte für 2019 und 2023 werden neu berechnet, um sie an den neuen Rahmen anzupassen.
Stärkung der Transparenz in der CO2-Bilanzierung
Die LEGO Gruppe treibt ihren Rahmen für Klimaverantwortung voran, indem sie auf eine umfassendere Berichterstattung über Treibhausgase (THG) umstellt und den Umfang und die Genauigkeit ihrer Emissionsangaben über alle Geschäftsbereiche und Lieferketten hinweg erweitert.
Ab 2026 werden die Treibhausgasdaten von LEGO für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 in den jährlichen Nachhaltigkeitsbericht integriert, der jeweils im März veröffentlicht wird. Die Basiswerte für 2023 und 2019 werden ebenfalls neu berechnet, um sie an die aktualisierte Methodik anzupassen und so eine einheitliche Grundlage für die langfristige Messung der Dekarbonisierungsfortschritte zu schaffen.
Mit diesem Schritt reiht sich LEGO in eine wachsende Gruppe multinationaler Hersteller ein, die auf wissenschaftlich fundierte und überprüfbare Emissionsbilanzierung setzen. Treiber dieser Entwicklung sind die kritischen Blicke der Investoren sowie neue regulatorische Vorgaben wie die EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD) und der Rahmen des International Sustainability Standards Board (ISSB).
Erweiterung des Messumfangs
Die überarbeitete Methodik von LEGO umfasst Emissionen aus den Bereichen Scopes 1, 2 und 3 – also den direkten Betrieb, den Energieeinkauf und den gesamten Lebenszyklus der Produkte von den Rohstoffen über die Nutzung durch den Verbraucher bis hin zur Entsorgung.
Das Unternehmen erklärte, der verbesserte Ansatz werde „„Den Wirkungsbereich erweitern und die Transparenz hinsichtlich der Emissionstreiber erhöhen“, bietet einen tieferen Einblick in seine kohlenstoffintensiven Prozesse, von der Kunststoffproduktion und Logistik bis hin zu den Lieferantennetzwerken.
Eine höhere Genauigkeit bei der Datenerfassung soll gezieltere Strategien zur Emissionsreduzierung ermöglichen und LEGO dabei helfen, die Wirksamkeit seiner Nachhaltigkeitsinvestitionen und Maßnahmen entlang der Lieferkette zu beurteilen.
Angleichung der Unternehmensführung an die Klimaverantwortung
Die Integration der Emissionsberichterstattung in die Nachhaltigkeitserklärung stellt einen strukturellen Wandel in der Art und Weise dar, wie die LEGO Gruppe Klimadaten in ihre Unternehmensführung einbezieht. Sie bringt klimabezogene Offenlegungen auf eine Stufe mit den Finanzberichtszyklen – eine Praxis, die von institutionellen Anlegern und Aufsichtsbehörden zunehmend erwartet wird, die mehr Vergleichbarkeit und Transparenz fordern.
Durch die Neubewertung historischer Daten möchte LEGO eine lückenlose Dokumentation der Emissionsentwicklung erstellen, die mit wissenschaftlich fundierten Zielen und externen Validierungsrahmen übereinstimmt. Diese Neukalibrierung kann zudem das Vertrauen von ESG-orientierten Investoren und Partnern stärken, die die Fortschritte bei der Erreichung der langfristigen Klimaziele von LEGO überwachen.
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Eine umfassendere Verschiebung der Industriestandards
Dieser Wandel erfolgt vor dem Hintergrund verstärkter Kontrollen von Konsumgüterherstellern hinsichtlich der Emissionen in ihren Lieferketten und der Materialbeschaffung. Der Großteil des CO₂-Fußabdrucks von LEGO entfällt auf Scope-3-Aktivitäten, insbesondere auf die Gewinnung und Produktion von Kunststoffgranulaten, die für die charakteristischen LEGO-Steine verwendet werden.
Das Unternehmen hat weltweit massiv in die Forschung zu nachhaltigen Materialien und die Integration erneuerbarer Energien investiert. Eine detailliertere Berichterstattung soll verdeutlichen, wie sich diese Maßnahmen auf die Emissionswerte auswirken, insbesondere da LEGO weiterhin biobasierte Kunststoffe und Prinzipien des Kreislaufdesigns erforscht.
Auswirkungen auf die ESG-Führung von Unternehmen
Für Führungskräfte der obersten Ebene und Nachhaltigkeitsbeauftragte unterstreicht die Einführung einer erweiterten Treibhausgasmethodik bei LEGO einen branchenweiten Trend hin zu integrierten und nachvollziehbaren Offenlegungspraktiken. Sie verdeutlicht, wie ESG-Governance zunehmend mit regulatorischer Compliance, Risikomanagement und Investor Relations verschmilzt.
Mit der Verschärfung globaler Berichtsstandards sind Unternehmen gezwungen, Emissionsdaten direkt mit ihrer Geschäftsstrategie und Kapitalallokation zu verknüpfen. LEGOs überarbeitetes Rahmenwerk ermöglicht es dem Unternehmen, dieser Erwartung gerecht zu werden und gleichzeitig einen Präzedenzfall für eine einheitliche und transparente Klimaberichterstattung im gesamten Konsumgütersektor zu schaffen.
Der erste Bericht des Unternehmens nach dem neuen Rahmenwerk – der im März 2026 erwartet wird – wird als Maßstab dafür dienen, wie sich Unternehmenstransparenz, methodische Strenge und langfristige Verantwortlichkeit in der sich wandelnden Landschaft der globalen Nachhaltigkeitsberichterstattung überschneiden.
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