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Globale Unternehmen zeigen wachsendes Vertrauen in CO2-Zertifikate, fordern aber mehr politische Klarheit, berichtet Schneider Electric.

Globale Unternehmen zeigen wachsendes Vertrauen in CO2-Zertifikate, fordern aber mehr politische Klarheit, berichtet Schneider Electric.

Globale Unternehmen zeigen wachsendes Vertrauen in CO2-Zertifikate, fordern aber mehr politische Klarheit, berichtet Schneider Electric.


• 66 % der Unternehmen nutzen von der ICROA anerkannte Standards; 55 % wenden die ICVCM Core Carbon Principles an
• 55 % planen, ihr Engagement im Bereich CO2-Zertifikate bis 2030 auszuweiten, während nur 12 % keine Strategie haben.
• 46 % nennen die unklare politische Integration als Haupthindernis für eine breitere Beteiligung.

Das Vertrauen der Unternehmen in die Qualität von CO2-Zertifikaten steigt.

Angesichts der erneuten politischen und wirtschaftlichen Unsicherheit im Bereich der ESG-Regulierung vertrauen globale Unternehmen zunehmend auf die Glaubwürdigkeit freiwilliger CO₂-Märkte. Eine neue globale Studie von SE Advisory Services, der Beratungssparte von Schneider Electric, zeigt, dass das Engagement von Unternehmen für verifizierte CO₂-Standards zunimmt, da sie nach glaubwürdigen Wegen suchen, um Klimaziele zu erreichen.

Der Carbon Credit Outlook 2025 zeigt, dass sich zwei Drittel der Unternehmen mittlerweile auf die von der International Carbon Reduction and Offset Alliance (ICROA) anerkannten Standards stützen, während 55 % die Core Carbon Principles des Integrity Council for the Voluntary Carbon Market (ICVCM) zur Bewertung der Projektqualität nutzen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich der freiwillige Kohlenstoffmarkt zu einem strukturierten und transparenten Instrument für das Management von Klimarisiken und die Förderung der Dekarbonisierung entwickelt hat.

Vier von zehn Befragten gaben an, dass ihre Organisationen bereits hochwertige CO₂-Zertifikate kaufen, in diese investieren oder sie entwickeln, um die Resilienz der Lieferkette und den langfristigen Wert zu stärken. Mit Blick auf die Zukunft planen 55 %, ihre Beteiligung bis 2030 auszuweiten, während lediglich 12 % noch keine formale Strategie verfolgen.

Von Skepsis zu strategischem Wert

"„Der Umschwung der Marktstimmung ist tiefgreifend“, sagte er. Mathilde Mignot, Group Director of Nature & Technology-Based Solutions bei SE Advisory Services. "Da die globale Dekarbonisierung beispiellose Investitionen erfordert – jährlich rund 1 Billion US-Dollar in Entwicklungsländern bis 2030 – bieten CO2-Zertifikate einen bewährten, skalierbaren Mechanismus für verifizierte Klimaschutzmaßnahmen und schaffen gleichzeitig strategischen Mehrwert.“

Mignot fügte hinzu, dass fast jeder fünfte Befragte mittlerweile eigene Klimaschutzprojekte entwickelt. „Die Verantwortung für ihre Kohlenstoffstrategie zu übernehmen bedeutet, die Verantwortung für ihre Klimageschichte zu übernehmen.“ , sagte sie.

Unternehmen gehen bei der Gestaltung ihrer CO₂-Portfolios immer differenzierter vor. Die Hälfte der Befragten priorisiert naturbasierte Emissionsminderungsmaßnahmen wie Aufforstung, Wiederaufforstung und Ökosystemwiederherstellung, die messbare Auswirkungen auf die Emissionen und Vorteile für die Biodiversität haben. 34 Prozent konzentrieren sich auf Emissionsminderungs- und Vermeidungsmaßnahmen, darunter Projekte im Bereich erneuerbarer Energien und Energieeffizienz, während 16 Prozent auf technologiebasierte Maßnahmen wie die direkte CO₂-Abscheidung aus der Luft, Bioenergie mit CO₂-Abscheidung und -Speicherung (BECCS) sowie Biokohle setzen.

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Politische Lücken bleiben eine zentrale Herausforderung

Trotz des wachsenden Vertrauens nennen 46 % der Befragten die unklare Integration von Richtlinien und Rahmenbedingungen als größtes Hindernis für eine Ausweitung der freiwilligen Teilnahme am Kohlenstoffmarkt. Weitere 40 % sehen die Unsicherheit in der Regierungspolitik als begrenzenden Faktor. SE Advisory warnt davor, dass ohne klare Rahmenbedingungen, die freiwilliges Handeln mit Compliance-Systemen verknüpfen, die Investitionsströme trotz des hohen Interesses der Unternehmen ins Stocken geraten könnten.

"Unternehmensführer haben Vertrauen in die heutige hochwertige Infrastruktur, benötigen aber klare Richtlinien, wie freiwillige CO2-Zertifikate die Compliance-Systeme ergänzen können.", Sagte William Theisen, Commercial Director für Natur- und technologiebasierte Lösungen bei SE Advisory Services. „Der nächste Schritt besteht darin, transparente Übergänge zwischen freiwilligen und regulatorischen Rahmenbedingungen zu schaffen.“

Mit Blick auf die bevorstehende COP30 in Belém, so Theisen weiter, hätten Regierungen und Normsetzer die Möglichkeit, Mechanismen zu definieren, die privates Kapital in dem von der Klimawissenschaft geforderten Umfang mobilisieren.

CO2-Bepreisungssysteme breiten sich weltweit aus

Der Bericht stellt fest, dass 37 Länder und Regionen mittlerweile Systeme zur CO₂-Zertifikatserstellung oder -Bepreisung in ihre nationale Politik integrieren und damit die Rolle der CO₂-Märkte in den Dekarbonisierungsstrategien von Unternehmen und Regierungen stärken. Zudem sind bis 2025 neue Regierungskoalitionen entstanden, um freiwillige Marktstandards zu harmonisieren und Mechanismen zur Erlangung hoher Integrität bei der CO₂-Zertifikatserstellung zu stärken.

SE Advisory kommt zu dem Schluss, dass die Abstimmung von Regierungen, Investoren und Normungsorganisationen auf transparente, interoperable Systeme unerlässlich ist, um privates Kapital für umfassende Klimaschutzmaßnahmen zu mobilisieren. Eine solche Abstimmung könnte die Lücke zwischen dem wachsenden Vertrauen der Unternehmen und den notwendigen Finanzmitteln zur Erreichung der globalen Netto-Null-Ziele schließen.

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