SBTi meldet 227 % mehr Unternehmen, die sich kurz- und langfristige Klimaziele setzen
- Die Zahl der Unternehmen, die sich sowohl kurzfristige als auch wissenschaftlich fundierte Netto-Null-Ziele setzen, hat sich in 18 Monaten mehr als verdreifacht.
- In Asien wurde ein Wachstum von 134 % bei Unternehmen mit validierten Zielen verzeichnet, wobei China allein um 228 % zulegte.
- Die Sektoren Industrie, Nicht-Basiskonsumgüter und Grundstoffe dominieren die Akzeptanzraten weltweit.
Die Science-Based Targets Initiative (SBTi) berichtet von einem starken Anstieg der Klimaambitionen von Unternehmen. Die Zahl der Unternehmen, die sich sowohl zu kurzfristigen als auch zu wissenschaftsbasierten Netto-Null-Zielen verpflichten, ist zwischen Ende 227 und Mitte 2023 um 2025 % gestiegen. Der Anteil der Unternehmen, die sich ausschließlich kurzfristige Ziele setzen, hat sich im gleichen Zeitraum fast verdoppelt, was einen entscheidenden Wandel hin zu einer langfristigen strategischen Klimaplanung markiert.
Asien hat sich als Wachstumsmotor für diesen Trend herausgestellt und verzeichnete einen Anstieg der validierten Unternehmen um 134 %, angetrieben von China, Thailand, Japan, Taiwan, Hongkong und Korea. China führte den globalen Aufschwung an: Die Zahl der Unternehmen mit wissenschaftlich fundierten Zielen stieg innerhalb von nur 137 Monaten von 450 auf 18 – ein Anstieg von 228 %. Viele dieser Unternehmen sind in emissionsintensiven Wertschöpfungsketten tätig und drängen nun ihre Zulieferer, diesem Beispiel zu folgen und so den Klimaschutz in regionalen und globalen Lieferketten zu verstärken.
Laut einer Analyse von Oliver Wyman entfielen bis Ende 2024 41 % der globalen Marktkapitalisierung – das entspricht einem Viertel des weltweiten Marktumsatzes – auf Unternehmen mit validierten, wissenschaftlich fundierten Zielen. Dieses Wachstum spiegelt eine stetige Verankerung von Klimazielen in der Unternehmensstrategie wider und wirkt dem Eindruck eines nachlassenden Klimaengagements entgegen.
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Branchenbezogen machte der Industriesektor fast ein Drittel aller Unternehmen mit Zielen aus, gefolgt von zyklischen Konsumgütern und Grundstoffen. Diese Branchen, die für die Fertigung, die Automobilindustrie und die Rohstoffversorgung von zentraler Bedeutung sind, spielen bei den Dekarbonisierungsbemühungen eine zentrale Rolle.
David Kennedy, CEO der SBTi, sagte:
"Intelligente Unternehmen sehen weiterhin ein starkes Geschäftsmodell im Management von Transformationsrisiken. Die Integration von Klimaschutzmaßnahmen in die Geschäftsstrategie trägt dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit jetzt und in Zukunft zu sichern und die Chancen einer kohlenstoffarmen Wirtschaft zu nutzen. Die Botschaft ist klar: Wenn Unternehmen die Nase vorn haben wollen, sind wissenschaftlich fundierte Ziele der Ausgangspunkt."

Die Daten unterstreichen eine weltweite Beschleunigung der Klimaambitionen der Unternehmen. Immer mehr Unternehmen erkennen, dass eine glaubwürdige und umfassende Zielsetzung die Grundlage für die Umsetzung ihrer Netto-Null-Verpflichtungen ist.
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